Flüssiges Polyamin zur Wasseraufbereitung
Flüssiges Polyamin ist eine Klasse wasserlöslicher kationischer Polymere mit hohem Molekulargewicht, die auf Polyaminverbindungen basieren. Als wichtige funktionelle Chemikalie in modernen Wasseraufbereitungstechnologien wird es häufig in der industriellen Abwasseraufbereitung, der kommunalen Abwasserreinigung, der fortschrittlichen Trinkwasseraufbereitung, der Schlammeindickung und -entwässerung sowie der Reinigung von Ölfeld-Injektionswasser eingesetzt. Diese Chemikalien werden typischerweise durch Kondensationspolymerisation von aliphatischen Polyaminen (wie Diethylentriamin oder Triethylentetramin) mit Epichlorhydrin oder anderen Vernetzungsmitteln synthetisiert. Dieser Prozess ergibt Polymerketten mit linearen oder verzweigten Strukturen und Molekulargewichten im Bereich von Zehntausenden bis zu mehreren Millionen Dalton. Ihre kationische Ladungsdichte und Viskosität können auf spezifische Anwendungsanforderungen zugeschnitten werden.
Was die chemische Struktur betrifft, besitzen flüssige Polyaminmoleküle entlang ihrer Ketten dicht verteilte positiv geladene aktive Gruppen, darunter primäre Amine, sekundäre Amine und quartäre Ammoniumsalze. Diese Gruppen verleihen einzigartige elektrochemische Eigenschaften und Reaktivität. In wässrigen Systemen entfalten flüssige Polyamine ihre Wirksamkeit bei der Wasseraufbereitung hauptsächlich über zwei Mechanismen:
- Ladungsneutralisierung: Nutzung ihrer starken kationischen Natur, um die Oberflächenladungen negativ geladener kolloidaler Partikel, suspendierter Feststoffe und gelöster organischer Stoffe im Wasser zu neutralisieren. Dadurch wird die elektrische Doppelschicht komprimiert, das Zeta-Potenzial verringert, die Partikel destabilisiert und die Koagulation induziert.
- Adsorptionsüberbrückung: Nutzung ihrer langkettigen Polymerstruktur zur gleichzeitigen Adsorption an mehreren Partikeloberflächen und Bildung eines „Partikel-Polymer-Partikel“-Brückennetzwerks. Dies fördert die Aggregation feiner, dispergierter Mikropartikel zu größeren, dichteren Flocken und beschleunigt dadurch die Sedimentation, Trennung oder Entfernung durch Filtration.
Basierend auf der funktionalen Positionierung und den Anwendungsszenarien können flüssige Polyamine für die Wasseraufbereitung in vier Haupttypen eingeteilt werden:
- Polyamin-Koagulanzien: Werden hauptsächlich in der Rohwasservorbehandlungsstufe verwendet, um eine schnelle Destabilisierung und anfängliche Aggregation von Wasser mit hoher Trübung und Farbe zu erreichen. Sie eignen sich zur Vorbehandlung von Siebwasser aus Papierfabriken, Färbereiabwasser und Bergbauabwasser.
- Polyamin-Flockungsmittel: Der Schwerpunkt liegt auf der Verstärkung der Flockenstruktur, um die Absetzgeschwindigkeit und die Effizienz der Fest-Flüssigkeits-Trennung zu verbessern. Sie werden häufig in Verbindung mit Gerinnungshilfsmitteln auf Polyacrylamidbasis bei der Schlammeindickung in kommunalen Kläranlagen und zur Schwebstoffkontrolle in industriellen Umlaufwassersystemen eingesetzt.
- Polyamin-Demulgatoren: Speziell für Abwassersysteme mit hohem Gehalt an emulgiertem Öl entwickelt. Ihre Funktion besteht darin, natürliche Emulgatoren an der Öl-Wasser-Grenzfläche zu verdrängen und die Stabilität des Grenzflächenfilms zu stören, wodurch die Koaleszenz und Trennung der Öltröpfchen gefördert wird. Sie werden häufig in Öl-Wasser-Trennprozessen für Ölfeldwasser, Abfallmetallbearbeitungsflüssigkeiten und Catering-Abwasser eingesetzt.
- Polyamin-Dispergiermittel: Werden verwendet, um die erneute Aggregation und Ablagerung von Partikeln im Wasser zu verhindern und die Stabilität dispergierter Systeme aufrechtzuerhalten. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Hemmung und Dispersion von Ablagerungen in Kühlwassersystemen und bei der Vorbehandlung von Membranbehandlungssystemen.
Zu unseren Hauptprodukten gehören Polyaluminiumchlorid, Aluminiumchlorhydrat, Polyeisensulfat, biochemische Bakterien, Polyacrylamid-PAM und Entfärbungsmittel.