Polyamin-Koagulanzien
Polyamin-Koagulanzien sind eine Klasse wasserlöslicher kationischer Polymere mit hohem Molekulargewicht, deren primäre Wirkstoffe Polyaminverbindungen sind. Sie wurden speziell für die Destabilisierung und Koagulation von Schwebstoffen in Wasseraufbereitungsprozessen entwickelt und dienen als zentrale Funktionsmaterialien in der modernen Koagulationstechnologie. Durch die Nutzung ihrer einzigartigen elektrochemischen Eigenschaften und makromolekularen Strukturen erreichen diese Produkte effektiv die schnelle Entfernung von kolloidalen Partikeln, feinen Schwebstoffen und bestimmten gelösten organischen Stoffen. Sie werden häufig in der industriellen Abwasservorbehandlung, der primären kommunalen Abwasserbehandlung, der Trinkwasseraufbereitung und der Schlammkonditionierung eingesetzt.
Chemische Zusammensetzung und Eigenschaften
Chemisch gesehen werden Polyamin-Koagulationsmittel typischerweise durch Kondensationspolymerisation von aliphatischen Polyaminen (wie Diethylentriamin, Triethylentetramin und Tetraethylenpentamin) mit Epichlorhydrin oder anderen funktionellen Monomeren synthetisiert. Dieser Prozess führt zu Polymerketten mit linearer oder mäßig verzweigter Struktur. Ihr Molekulargewicht liegt im Allgemeinen zwischen 50.000 und 500.000 Dalton. Die kationische Ladungsdichte kann genau auf die spezifischen Eigenschaften der Wasserqualität zugeschnitten werden. Im Handel sind sie üblicherweise als farblose bis blassgelbe viskose Flüssigkeiten mit einem Feststoffgehalt von typischerweise zwischen 30 % und 60 % erhältlich und weisen eine ausgezeichnete Wasserlöslichkeit und Lagerstabilität auf.
Wirkmechanismus
Der Wasseraufbereitungsmechanismus von Polyamin-Koagulanzien basiert hauptsächlich auf der Ladungsneutralisierung. In wässrigen Umgebungen sind die Polymerketten dicht mit primären Amingruppen (-NH₂), sekundären Amingruppen (-NH-) und protonierten quartären Ammoniumgruppen (-N⁺(CH₃)₃) besetzt, die starke kationische Eigenschaften verleihen. Bei der Dosierung in den Zielwasserkörper adsorbiert das Gerinnungsmittel schnell an den Oberflächen negativ geladener Kolloidpartikel, Tonmineralien, organischer Kolloide und Bakterienzellen. Durch elektrostatische Wechselwirkungen neutralisiert es ihre Oberflächenladungen, komprimiert die elektrische Doppelschicht und reduziert das Zeta-Potenzial bis nahe an den isoelektrischen Punkt. Dies schwächt die elektrostatische Abstoßung zwischen den Partikeln erheblich, zerstört die kolloidale Stabilität und führt dazu, dass sie sich destabilisieren, kollidieren und aggregieren, wodurch sich erste Mikroflocken bilden.
Zu unseren Hauptprodukten gehören Polyaluminiumchlorid, Aluminiumchlorhydrat, Polyeisensulfat, biochemische Bakterien, Polyacrylamid-PAM und Entfärbungsmittel.